Bitkom: Akzeptanz für Mobile Payment wächst

Der Digitalverband Bitkom prognostiziert, dass die in Deutschland nach wie vor weit verbreitete Präferenz für Bargeld als Zahlungsmittel langsam nachlässt. Grund sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zum Thema Mobile Payment. Danach geht nur noch jeder fünfte Bundesbürger (21 Prozent) davon aus, dass Bargeld hierzulande auch in 20 Jahren noch das dominierende Zahlungsmittel sein wird. Jeder dritte Befragte hingegen glaubt, dass damit spätestens in zehn Jahren Schluss ist.

Bei Bitkom sieht man in diesen Aussagen einen deutlichen Hinweis auf die wachsende Akzeptanz für mobiles Bezahlen mit dem Smartphone: „Mobiles Bezahlen wird sich auch in Deutschland Schritt für Schritt etablieren“, ist Julian Grigo, Bereichsleiter Digital Banking & Financial Services beim Digitalverband Bitkom, überzeugt. Tatsächlich wächst das Angebot an mobilen Zahlungslösungen rasant. Mit Google Pay und Apple Pay sind nun zwei globale Player in Deutschland tätig. Hinzu kommen eigene Lösungen von Sparkassen, Banken und Handel.

Bis Deutschlands Smartphone-Nutzer genauso selbstverständlich mobil bezahlen wie ihre dänischen Nachbarn, von denen bereits jeder Fünfte zum digitalen Portemonnaie greift, müssen die Anbieter aber noch viel Überzeugungsarbeit leisten: Immerhin gaben in derselben Umfrage drei von fünf Smartphone-Nutzern (59 Prozent) an, dass sie ihren Einkauf nie mit dem Smartphone bezahlen würden. Als wichtigsten Grund nannten die Befragten Sicherheitsbedenken und die Sorge vor unbefugtem Zugriff auf das eigene Konto (61 Prozent). Vier von zehn Befragten ist das Bezahlen mit dem Smartphone allerdings auch zu kompliziert (30 Prozent) oder zu langwierig (13 Prozent).

Die Angaben basieren auf einer Umfrage, die Bitkom Research für den Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.006 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt.