Boeing 737 Max Grounding: It ain’t over till it’s over

Boeing hat vor nationalen Sonderwegen bei der Wiedererteilung der Fluggenehmigung für die Boeing 737 Max gewarnt und stattdessen dafür plädiert, sich der noch ausstehenden Entscheidung der U.S. Federal Aviation Administration (FAA) anzuschließen.

Anlass für das Plädoyer sind Gerüchte, denen zufolge die Civil Aviation of India (DGCA) beabsichtigt, die Jets nach der FAA-Freigabe selber zu überprüfen und den Piloten des Landes ein spezielles Training am Simulator vorzuschreiben. Damit würden die Regulierungsbehörden des Subkontinents dem Beispiel der European Aviation Safety Agency (EASA) folgen, die Anfang September unabhängige Tests beschlossen hatte.

„Die EASA beabsichtigt, eigene Prüfungen durchzuführen. Dazu gehören auch Testflüge, die wir zwar in Abstimmung mit der FAA, aber unabhängig durchführen werden,” erklärte Pressesprecherin Janet Northcote gegenüber dem Branchenmagazin Skift und ergänzte: „Für die Testflüge gibt es noch keinen Zeitplan. Die Termine hängen von den weiteren Entwicklungen bei Boeing ab.“

Was nach einer höflich formulierten Misstrauenserklärung gegenüber der FAA klingt, ist im umgekehrten Fall allerdings schon lange eine Selbstverständlichkeit: In den USA dürfen Europas Airbus-Modelle auch nur starten, wenn die Testpiloten der FAA mit ihnen zufrieden sind.