Chefsache Business Travel: Sorgen um die eigene Sicherheit reisen mit

Rund 15 Millionen Geschäftsreisen führten im vergangenen Jahr ins Ausland. Gleichzeitig sind weltweite Anschläge, politische Unruhen und Verhaftungen ausländischer Staatsbürger nicht spurlos an Deutschlands Geschäftsreisenden vorbeigegangen: Wenn sie zu Verkaufsterminen, Messen oder Vorträgen fahren, sind die Medienberichte über mögliche Gefahren nur allzu präsent.

Das legen auch die Ergebnisse der aktuellen Umfrage „Chefsache Business Travel 2019“ nahe. Danach sind 44 Prozent der Befragten um ihre Sicherheit besorgt, wenn sie auf Geschäftsreisen sind. Insbesondere Vielreisende, Reisende unter 40 und Frauen sind häufig mit einem unguten Gefühl unterwegs: Mehr als jede zweite Frau fürchtet terroristische Anschläge und selbst Routiniers haben sich noch nicht an die latente Bedrohung gewöhnt: 52 Prozent der Vielreisenden mit mehr als drei Dienstfahrten pro Monat sorgen sich. Besonders auffällig sind die altersspezifischen Unterschiede. Während von den Reisenden unter 40 Jahren 53 Prozent angeben, sich um ihre Sicherheit zu sorgen, sind es bei den älteren nur noch 35 Prozent.

Die Umfrageergebnisse zeigen aber auch, dass immer mehr Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu mindern. Hatten 2017 nur 45 Prozent der befragten Firmen ein professionelles Risikomanagement implementiert, das unter anderem Rückholpläne aus dem Ausland vorsieht, sind es mittlerweile immerhin 56 Prozent der Firmen. Elf Prozent der Firmen schränken die Reiseaktivitäten ihrer Mitarbeiter sogar aus Sicherheitsgründen ein und lassen sie nicht in bestimmte Länder fliegen.

Trotzdem bleibt noch Luft nach oben: Mehr als jedes vierte Unternehmen verfügt noch nicht einmal über eine zentrale Telefonnummer, bei der rund um die Uhr Rat und Hilfe angefordert werden kann.

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