Covid-19: „Es genügt nicht mehr, Geschäftsreisen von Tür zu Tür zu denken“

Die Geschäftsreisebranche ist sich einig. Der Weg in die Post-Covid-Ära ist mit Ungewissheit und verloren gegangenen Selbstverständlichkeiten gepflastert, der Neustart deutlich komplexer in der Umsetzung als der weltweite Shutdown. Schließlich geht es nicht nur darum, in einem globalen Flickenteppich permanent variierender Infektionsschutzmaßnahmen sicher ans Ziel zu kommen: Kurzfristig erlassene Quarantäneverordnungen und entsprechende Einreisebestimmungen konfrontieren Travel Manager und Reisende erstmals überhaupt auch mit der Tatsache, dass sogar die Wiedereinreise in das Heimatland mit bislang unbekannten Komplikationen gespickt sein kann.

Für Florian Storp, Managing Director GBT Deutschland, liegt daher klar auf der Hand, dass Unternehmen, die diese Situation erfolgreich meistern wollen, mehr als eine im Umgang mit globalen Herausforderungen bewährte Travel Management Company brauchen: „Niemand weiß, wie lange diese schwierigen Bedingungen anhalten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ein Geschäftsreisepartner auch über die Mittel verfügt, um sich über die gesamte Dauer des Neustarts hinweg mit voller Kraft für die Belange seine Kunden einsetzen zu können.”

Dennoch sieht er gerade auch im derzeit schwierigen Marktumfeld gute Chancen für TMCs, die nun ihre ganze Stärke ausspielen könnten: „TMCs sind für Situationen wie diese gemacht. Sie sind die einzigen Akteure, die das gesamte End-to-End-Reiseerlebnis im Blick haben. Deshalb verfügen wir auch über die Fähigkeit, die komplexe Gemengelage weit genug herunterzubrechen, um Geschäftsreisen zu ermöglichen und das dazu nötige Vertrauen bei Travel Managern und Reisenden wieder herzustellen.”

Trotzdem verlangt Covid-19 den TMCs nicht nur deshalb eine Menge ab, weil die Komplexität des Reisens gegenwärtig deutlich größer ist als die Nachfrage nach Geschäftsreisen. Angesichts des massiv gestiegenen Koordinierungsbedarfs im Vorfeld sowie im Anschluss von Geschäftsreisen geht es auch darum, ein neues Verständnis für den gesamten Geschäftsreiseprozess zu entwickeln.

„Auf absehbare Zeit werden wir jede Geschäftsreise ähnlich wie ein Event handhaben und planen müssen“, ist Storp überzeugt. „Es genügt nicht mehr, den Prozess von Tür zu Tür zu denken. Er beginnt jetzt, sobald Unternehmen erkennen, dass eine Reise ansteht, und ist noch lange nicht abgeschlossen, wenn Reisende wieder nach Hause zurückgekehrt sind. Also passen wir unsere Produkte und Dienstleistungen so an, dass wir Reisende und Travel Manager auf ihrem Weg bei jedem Schritt optimal unterstützen können.“