Flughäfen rüsten auf: Heathrow installiert Drohnenabwehr

Das Drohnen den Flugverkehr behindern, soll künftig nicht mehr vorkommen: Europas größter Flughafen, London Heathrow, hat jetzt ein neues Abwehrsystem gegen Drohnen installiert. Damit werden Drohnen automatisch geortet und verfolgt. Ebenso deren Piloten.

Wie viel das System gekostet hat und ob es auch in der Lage ist, Drohnen auf den Boden herunterzuholen, wollten die Flughafenbetreiber aus Sicherheitsgründen nicht preisgeben. Jonathan Coen, in Heathrow für die Sicherheit des Flughafens verantwortlich, ist jedenfalls zufrieden. „Wir sind erleichtert, dass wir dieses einzigartige System haben und der Himmel wieder sicher ist“, sagte er bei der Vorstellung der Drohnenabwehr.

Fest steht allerdings auch, dass sich Heathrow schon vor der Installation des Abwehrsystems zu helfen wusste. Umweltaktivisten, die letztes Jahr mit Drohnen gegen den Flugbetrieb protestieren wollten, mussten die Aktion eigenen Angaben zufolge abrechen, weil Störsender die Steuerung der Fluggeräte verhinderten.

Erst kurz zuvor hatte die britische Flugaufsicht CAA die Flugverbotszone für Drohnen im Umfeld von Flughäfen von einem auf fünf Kilometer erweitert. Hilfe kommt mittlerweile aber auch aus Brüssel. Ab Juli dieses Jahres schreibt eine EU-Verordnung vor, dass alle Drohnen mit einem Transponder ausgestattet werden müssen. Dadurch sind die Geräte bei Luftraumverletzungen immerhin schon einmal erkennbar. Ob das genügt, um Störer von Attacken abzuhalten, muss sich zeigen. Ob Großbritannien diese Vorgaben nach dem Brexit überhaupt umsetzten wird, ebenfalls.

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