Flugreisen: Risikofaktor Grippevirus?

Wissenschaftler der Emroy University in Atlanta haben errechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, sich bei einem Mittelstreckenflug in einer Boeing 757 oder 737 die Grippe zu holen, wenn ein infizierter Passagier mitreist. Die gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit ist mit drei Prozent deutlich geringer als von den Gesundheitsbehörden angenommen. Die schlechte Nachricht: Vier von fünf Reisenden erkranken, wenn sie in unmittelbarer Umgebung des Infizierten sitzen. Weil das Ansteckungsrisiko im Umkreis von einem Meter am höchsten ist, hatten die Wissenschaftler untersucht, wie sich Passagiere und Flugpersonal während eines Fluges bewegen. Dabei fanden sie heraus, dass 80 Prozent der Passagiere engen Kontakt zu Mitreisenden hatten, die nicht in ihrer unmittelbaren Umgebung saßen und jeder Kontakt rund 40 Sekunden dauerte. Sitzt der infizierte Passagier – wie in der Studie angenommen – auf Platz 14C, resultiert daraus für elf Mitreisende ein erhöhtes Infektionsrisiko.