Generation Y: Geschäftsreisen gerne mit Extras

Der Generation Y eilt zwar der Ruf voraus, im Arbeitsleben vor allem auf eine ausgewogene Work-Life-Balance zu achten – Geschäftsreisen scheint sie dabei aber eher auf der Habenseite zu verbuchen: Fast die Hälfte der Geschäftsführer, die jüngst im Rahmen einer Studie von Chefsache Business Travel befragt wurden, bescheinigt der Alterskohorte der 18- bis 34-Jährigen, lieber auf Geschäftsreisen zu gehen als ältere Kollegen und Kolleginnen. Fragt man die jungen Mitarbeiter selbst, fällt die Präferenzverteilung noch deutlicher aus. Immerhin sind 64 Prozent von ihnen der Meinung, dass ihre Generation ein positiveres Verhältnis zu Geschäftsreisen habe als Ältere.

Wer daraus den Schluss zieht, dass junge Fachkräfte Reise-Extras zu schätzen wissen und Erste-Klasse-Bahntickets oder Business-Class-Buchung auch für die Mitarbeiterbindung relevant sein könnten, liegt goldrichtig. Denn die Präferenzen von Jüngeren und Älteren unterscheiden sich enorm. So finden 80 Prozent der Jüngeren, aber nur 68 Prozent der über 46-Jährigen Zugfahrten erster Klasse und die private Nutzung von Bonusmeilen wichtig. Noch größer ist der Unterschied in Hinblick auf die Berücksichtigung eigener Interessen bei der Hotelwahl: Hier wünschen sich 86 Prozent der 18- bis 34-Jährigen eine Mitsprache, während es bei den Älteren nur 65 Prozent sind. Ganz ähnlich sind die Vorlieben für das Taxifahren verteilt. Bei den Jüngeren sind 89 Prozent ihrem Arbeitgeber dankbar, wenn sie Taxi fahren dürfen, bei den Älteren ist immerhin ein Drittel auch mit dem ÖPNV zufrieden.

„Ein Erste-Klasse-Bahnticket oder eine Business-Class-Buchung kosten manchmal nicht viel mehr, erhöhen aber die Zufriedenheit bei den Reisenden und gewährleisten, dass während der Geschäftsreise besser gearbeitet werden kann“, betont Andreas Schneider, Vice President Sales, Marketing, Account Management und Consulting Services bei DER Business Travel. Dass solche Goodies auch bei der Mitarbeitergewinnung eine zunehmende Rolle spielen, geht ebenfalls aus der Studie hervor: „Schon im Vorstellungsgespräch“, heißt es dort, „sind die Reiserichtlinien bei fast drei Viertel der 18- bis 34-Jährigen ein Thema. Bei Bewerbern ab 46 Jahren trifft dies nur noch für rund die Hälfte der Befragten zu.“