Istanbul: Atatürk Airport bleibt vorerst in Betrieb

Der Flughafen Atatürk in Istanbul bleibt vorerst weiterhin in Betrieb. Grund ist die verschobene Inbetriebnahme des neu errichteten New International Airports für den internationalen Flugverkehr. Ursprünglich für den 29. Oktober geplant, soll sie nun zwei Monate später stattfinden. Entsprechend verzögern sich der Umzug und die danach vorgesehene Schließung des Flughafens Atatürk. „Wir haben den Umzug auf den 31. Dezember verschoben“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Geschäftsführer der Betreibergesellschaft IGA, Kadri Samsunlu.

Istanbuls New International Airport hätte eigentlich nach nur 42 Monaten Bauzeit pünktlich zum 95. Jahrestag der Gründung der Republik vollständig in Betrieb gehen sollen. Grund für den Neubau sind fehlende Flächenreserven rund um Istanbul-Atatürk. Der bislang größte internationale Flughafen der Türkei drohte infolge des stetig steigenden Verkehrsaufkommens aus allen Nähten zu platzen. Der Neubau kann hingegen aus dem Vollen schöpfen: Mit einer Anfangskapazität von 90 Millionen Passagieren geplant, soll der Flughafen nach dem Abschluss aller Bauphasen über insgesamt sechs Startbahnen und drei Terminals verfügen. Er wird dann bis zu 200 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen können und vor allem als Drehscheibe für Flüge in den osteuropäischen und kleinasiatischen Raum dienen.

Anders als der Flughafen Atatürk bleibt der im asiatischen Teil Istanbuls gelegene Sabiha Gökçen Airport erhalten. Er wird weiter betrieben und künftig durch einen Schnellzug mit dem New International Airport  verbunden werden.