MICE-Prognose: Rückkehr von Präsenzveranstaltungen 2021

Innovativ war die Meeting- und Eventbranche schon immer. Aber die Souveränität, mit der Konferenzplaner Hygiene- und Sicherheitskonzepte für Präsenzveranstaltungen eingeführt und technologische Lösungen für virtuelle oder hybride Formate etabliert haben, hat dann doch selbst Profis wie Florian Storp überrascht: „Die Leidenschaft, die Meeting- und Eventprofis an den Tag gelegt haben, um Menschen weiterhin zusammenkommen zu lassen, Kontakte herzustellen und Geschäftsbeziehungen zu pflegen, war unglaublich. Insgesamt“, ist sich der Managing Director GBT Deutschland sicher, „wird die MICE-Branche deshalb innovativer, reaktionsschneller und sicherer werden.“

Ebenso unbestritten ist allerdings, dass Präsenzveranstaltungen und persönlicher Interaktion vorerst nicht vollständig durch virtuelle Formate ersetzen können werden. Das jedenfalls geht aus dem Global Meetings and Events Forecast 2021 von American Express Meeting and Events hervor, der auf einer Umfrage unter mehr als 560 Fachleuten für Tagungen und Veranstaltungen basiert. „Es gibt ein großes Interesse daran, wieder physische Meetings abzuhalten, sobald das auf sichere Weise möglich ist. Hybride Meetings werden der Katalysator sein“, fasst Storp die Botschaft der jüngst veröffentlichten Studie zusammen.

Tatsächlich erwarten die für den Forecast befragten europäischen Konferenzplaner, dass physische Events etwa die Hälfte ihres Veranstaltungsaufkommens im Jahr 2021 ausmachen werden. Sie prognostizieren für 2021 eine Zunahme hybrider und eine Abnahme rein virtueller Events und planen gleichzeitig die Rückkehr physischer Meetings.

Allerdings werden sie die aufgestaute Nachfrage nach physischen Veranstaltungen mit Budgetkürzungen und -verschiebungen in Einklang bringen müssen. Danach gefragt, wie sie die Entwicklung der Meeting- und Eventbranche im nächsten Jahr einschätzen, gibt sich die überwiegende Mehrheit dennoch vorsichtig optimistisch: Auf einer Skala verorten sich immerhin 72 Prozent irgendwo in der Mitte zwischen 4 und 7. Sehr optimistische und sehr pessimistische Erwartungen sind mit 12 beziehungsweise 15 Prozent nahezu gleichstark vertreten.

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