Mobilität: Künftig ein Ticket für alle Verkehrsmittel?

Christoph Carnier, neu gewählter Präsident des Verbands Deutsches Reisemanagement e. V., hat vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages für ein nahtloses intermodales Verkehrskonzept geworben. „Wir müssen die Einzelinteressen von Verkehrsverbünden und Anbietern im Schienenverkehr und in der Luft überwinden und einheitliche Buchungs-, Bezahl- und Ticketprozesse implementieren. Ziel muss es sein, ein Ticket für alle Verkehrsmittel nutzen zu können“, sagte er in Berlin. Angesichts der immensen Bedeutung, die geschäftliche Mobilität für den Wirtschaftsstandort Deutschland habe, sei es wichtig, möglichst rasch die Voraussetzungen für eine nahtlose ökonomische Nutzung verschiedener Verkehrsträger zu schaffen.

Darüber hinaus mahnte der Präsident des VDR an, die Digitalisierung stärker als bisher zu nutzen, um bürokratischen Ballast abzuwerfen. Dazu gehörten die Einführung eines digitalen Meldescheins, neue gesetzliche Regelungen zur digitalen Belegführung sowie ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie ohne Kostennachteile für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen. „Bürokratiearme Rahmenbedingungen sparen Kosten und Zeit“, betonte Carnier. „Wir fordern deshalb schon lange, die Chancen der Digitalisierung auch zum Bürokratieabbau zu nutzen. Denn eine digital transformierte Wirtschaft braucht eine passende Administrative.“