Reiserichtlinien: aktuelle Risiken oft nicht abgebildet

Travel Professionals gehen zwar größtenteils davon aus, dass Geschäftsreise-Risiken im nächsten Jahr nicht weiter zunehmen werden. Dafür rechnen aber immer weniger damit, dass sich diese Risiken in naher Zukunft verringern werden. Trotzdem legt eine aktuelle Umfrage den Schluss nahe, dass es Travel Managern bisher nur selten zu gelingen scheint, diese Einschätzung in den Reiserichtlinien umfassend abzubilden.

„Die Reiserichtlinien halten mit den geänderten Anforderungen der heutigen Arbeitswelt nicht Schritt“, heißt es dazu im Business Resilience Trends Watch 2019, der von den Risikoexperten International SOS und Control Risks herausgegeben wird. „Nur ein Drittel berücksichtigt Aspekte der Cybersecurity. Gerade mal ein Viertel geht auf die Belange weiblicher Geschäftsreisender ein und nur 14 Prozent beziehen Angebote der Sharing Economy ein.“

Die Zahlen überraschen vor allem, weil Travel Professionals im Laufe der vergangenen drei Jahre kontinuierlich skeptischer wurden. War im Business Resilience Trends Watch 2017 erst ein knappes Viertel der Meinung, Geschäftsreisen blieben genauso riskant wie im Vorjahr, waren es in der 2018er Ausgabe bereits 31 Prozent, während es in der aktuellen schon 45 Prozent sind. Fast ebenso viele – nämlich 43 Prozent – vertreten sogar die Ansicht, dass die Risiken im Vergleich zum Vorjahr zunehmen werden.