Reiserichtlinien: wenige sind auf den Notfall vorbereitet

Ganz gleich, ob Krankheit, politische Unruhen oder Naturkatastrophen: Tritt im Rahmen einer Geschäftsreise ein Notfall ein, zahlt es sich aus, wenn Unternehmen und Reisende auf den Fall der Fälle vorbereitet und entsprechende Prozesse etabliert sind. „Geschäftsreisende sollten im Ernstfall schnell reagieren können und mit den entsprechenden Maßnahmen vertraut sein. Die Reiserichtlinien sind dafür ein wichtiges Instrument“, heißt es beim Verband Deutsches Reisemanagement (VDR). Dort weist man allerdings auch darauf hin, dass Arbeitgeber von diesen Möglichkeiten bisher offenbar nur selten Gebrauch machen: Einer aktuellen Umfrage zufolge werden Reiserichtlinien nur von einem knappen Fünftel der Arbeitgeber zur Erhöhung der Reisesicherheit genutzt.

Die Verantwortung von Arbeitgebern für ihre Geschäftsreisenden ist gesetzlich geregelt. Wenn Mitarbeiter reisen, sind ihre Arbeitgeber in der Fürsorgepflicht. Diese betrifft die Einhaltung örtlicher Arbeitsgesetze, die Gewährleistung von Standards bei der Versorgung und den Schutz des Reisenden bei Krisen.