Schneller ans Gate: Flughäfen setzen auf Check-in-Automaten

Die guten Vorsätze, die Deutschlands Flughafenchefs letztes Jahr auf dem Hamburger Luftfahrtgipfel gefasst hatten, zeigen offensichtlich Wirkung.

„Es freut mich, dass alle Flughäfen durch große Anstrengungen ihren Beitrag für eine verbesserte Pünktlichkeit an den Standorten leisten“, sagte Dr. Stefan Schulte, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) und Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, beim jüngsten Spitzengespräch der Luftverkehrsbranche in Stuttgart. „Pünktliche Starts und Landungen gehören zu den zentralen, aber auch anspruchsvollsten Zielen, auf die Flughäfen ihre Infrastruktur und operativen Prozesse ausrichten.“

Tatsächlich starten zahlreiche Flughäfen mit leistungsstärkeren Kapazitäten und beschleunigten Prozessen in den Sommer. Der Hamburger Flughafen hat die Anzahl der Geräte für die automatisierte Gepäckabgabe in Terminal 1 nicht nur auf insgesamt 20 Automaten verdoppelt. Die Passagiere können sich immer öfter auch die Suche nach dem Self-Service-Gerät ihrer Airline sparen, weil die Automaten mehrere Fluggesellschaften parallel bedienen können.

In Berlin-Schönefeld setzen die Betreiber hingegen auf ein zweistufiges Verfahren, das aus 18 sogenannten Self-Service-Kiosken für die Erfassung und acht Gepäckaufgabeautomaten besteht. Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Mit der eigenständigen Gepäckaufgabe erhöhen wir die Check-in-Kapazitäten, beschleunigen die Prozesse und reduzieren somit Wartezeiten beim Check-in. Durch das neue Angebot erwarten wir insbesondere in den Hauptreisezeiten Entspannung durch die Optimierung des Passagierprozesses.

Fraport wiederum stockt sein Personal auf, stellt mehr Platz für zusätzliche Sicherheitskontrollen zur Verfügung und sieht sich angesichts moderater Wachstumsprognosen für diesen Sommer gut gerüstet. Dann wird auch die bis 28. Juni 2019 aufgrund von Gleisarbeiten gesperrte Hochbahn zwischen Terminal 1 und Terminal 2, die sogenannte Sky Line wieder betriebsbereit sein.