VDR-Analyse: Mehr Geschäftsreisen, weniger Reisende

Die deutschen Unternehmen haben sich ihre Geschäftsreisen im Jahr 2017 so viel kosten lassen wie noch nie, gaben pro Geschäftsreise aber weniger aus als im Vorjahr. Das geht aus der jüngst veröffentlichten Geschäftsreiseanalyse des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) hervor: Danach stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf den Rekordwert von 52,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig legte die Anzahl der Geschäftsreisen aber um 2,3 Prozent auf insgesamt 187,5 Millionen zu.

Die Zahl der Geschäftsreisenden ging hingegen um 1,5 Prozent auf 11,2 Millionen zurück, die der Inlandsübernachtungen sogar um 4,4 Prozent, da Mitarbeiter über alle Unternehmens- und Größenklassen hinweg wieder häufiger eintägig gereist sind. Die Dauer von Auslandsreisen hat sich hingegen erhöht: 18,6 Millionen Übernachtungen bedeuten ein Plus von 3,5 Prozent bei gut einem Prozent weniger Reisen.

Gleichzeitig rückt die Digitalisierung die Themen Mitarbeiterkommunikation und Datensicherheit immer stärker in den Fokus. Für Travel Manager und Reiseverantwortliche bedeutet das vor allem mehr Arbeit: „Mit dem Wunsch nach Flexibilität und Echtzeitbetreuung steigt der Arbeits- und Organisationsaufwand des Travel Managements. Darauf stellen sich die Unternehmen entweder durch Ausbau des Bereichs oder durch externe Unterstützung ein. Das Travel Management übernimmt also auch in Zukunft wichtige Funktionen der Prozesssteuerung“, bilanziert VDR-Präsidiumsmitglied Daniela Schade.