Wizz Air-CEO zettelt Buchungsklassenkampf an

Ginge es nach Jozsef Varadi, müssten viele Travel Manager ihre Reiserichtlinien wohl überarbeiten. Der CEO und Mitgründer von Wizz Air ruft die Luftfahrtbranche nämlich dazu auf, Business Class Tickets erst ab einer Flugzeit von über fünf Stunden anzubieten.

Eigentlich würde er die Business Class aber wohl am liebsten ganz abschaffen. Es sei schon lange an der Zeit, das Thema zu überdenken, sagte Varadi im Rahmen einer Pressekonferenz. „Business Class Passagiere stoßen pro Kopf doppelt so viel Kohlendioxid aus wie Fluggäste in der Economy Class”, rechnete er vor und machte dafür das seiner Ansicht nach antiquierte Geschäftsmodell der etablierten Airlines verantwortlich. Die legten es nämlich nach wie vor darauf an, möglichst viele Tickets für die Business Class zu verkaufen.

Die jüngst von einigen dieser Fluggesellschaften angekündigte Selbstverpflichtung, bis zum Jahr 2050 kohlendioxid-neutral zu fliegen, nannte er einen Witz. „Bis dahin”, so Varadi, „sind wir alle tot.”

Sein öffentlichkeitswirksam inszeniertes Bekenntnis zum Klimaschutz dürfte sich allerdings weniger aus seiner Sorge um die Umwelt als aus seinem Ärger über Carsten Spohr speisen. Der Lufthansa CEO hatte im Rahmen der Klimaschutzdebatte nämlich darauf hingewiesen, dass Ticketpreise von unter 10 Euro pro Strecke ökonomisch, ökologisch und auch politisch nicht zu verantworten seien.

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